- Boersen-Kolumne - http://boersen-kolumne.de -
Gefahr: US-Hilfsprogramme laufen aus!
Dieser Eintrag stammt von Highflyer-REPORT Am 3.4.2010 @ 08:25 In Märkte & Strategie | Kommentarfunktion deaktiviert
Ein wesentlicher Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten 2 Jahre waren die Turbulenzen am US-Häusermarkt (Anm.: Die Ursachen waren andere, aber die Immobilienprobleme lösten die Lawine aus). Nach einer Blasenbildung stürzten die Preise für US-Immobilien in den Keller und viele US-Bürger konnten die steigenden Hypotheken für ihre im Wert geminderten Häuser nicht mehr bedienen. Daraufhin setzte eine Kettenreaktion ein.
Es fielen massenhaft Immobilienkredite aus, die als Sicherheit für Anleihen großer Hypothekenbanken gedient hatten. Folglich sank auch der Wert dieser Hypothekenanleihen (MBS, Mortgage Backed Securities). Die großen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mussten in staatlichen Rettungsaktionen aufgefangen werden. Die Geschäftsbanken, die die MBS kauften, mussten riesige Abschreibungen in ihren Bilanzen vornehmen, verbuchten Rekordverluste und mussten ebenfalls staatlich gestützt werden. Wir alle wissen, wie dramatisch diese Situation vor wenigen Monaten noch war.
Das Rettungspaket der US-Regierung
Ein wesentlicher Baustein des von der US-Regierung und der US-Notenbank FED konstruierten Rettungsplanes war es, dass die FED selbst diese MBS direkt aufkaufte. Dies hatte zwei Ergebnisse zur Folge. Erstens war es den betroffenen Banken nun möglich, die illiquiden Papiere aus ihrem Bestand zu veräußern und damit ihre Bilanzen zu bereinigen. Und zweitens führte der Ankauf im Volumen von unglaublichen 1,25 Billionen US-Dollar (!) dazu, dass der Preis dieser Papiere wieder stieg und im Gegenzug die Hypothekenzinsen deutlich sanken. Dies entlastete dann auch wiederum die Immobilienbesitzer. Der Plan trug dazu bei, die durchschnittlichen Zinsen für fixe 30-jährige US-Hypotheken im Dezember 2009 auf ein Allzeittief von 4,71% herunter zu drücken. Allein diese Zahl zeigt, wie gravierend der Eingriff von Regierung und der FED war.
Ende der Stützungsmaßnahmen im März 2010
Aber nun ist Schluss mit dieser gigantischen Stützungsaktion. Im März lief das staatliche Ankaufprogramm für MBS aus. Nun muss sich zeigen, ob es nur diese künstlich geschaffene zusätzliche Nachfrage nach Hypothekenanleihen war, die den Markt wieder stabilisiert hat, oder ob der Markt inzwischen soweit bereinigt ist, dass er sich auch wieder selbst tragen kann. Viele Volkswirte bezweifeln dies und warnen vor einem erneuten „Nachbeben“ am US-Immobilienmarkt.
Die Hypothekenzinsen werden deutlich steigen. Führt dies zu neuen Turbulenzen?
Das Auslaufen dieses Stützungsprogrammes wird vor allem eine direkte Auswirkung haben. Die Hypothekenzinsen in den USA werden schon kurzfristig spürbar ansteigen. Ob die US-Bürger in einem Umfeld von schwacher Konjunktur und hoher Arbeitslosigkeit diese deutliche Mehrbelastung tragen können, ist tatsächlich anzuzweifeln. Insofern wird es in den nächsten Wochen wieder wichtig sein, den US-Häusermarkt genau im Blick zu behalten. Mit neuen Turbulenzen ist jederzeit zu rechnen.
Die obige Analyse ist ein Auszug aus dem [1] Highflyer REPORT. Dessen Musterdepot hat den Dax im Jahr 2009 um 100 % outperformt. Sie können diesen exklusiven Börseninformationsdienst jetzt mit 67 % Preisvorteil testen: [2] hier klicken[3]
NEU: Abonnieren Sie useren Börsenkolumne-RSS-Feed damit Sie in Zukunft keine Analyse mehr verpassen: [4] http://boersen-kolumne.de/feed/
Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab Boersen-Kolumne: http://boersen-kolumne.de
URL zum Artikel: http://boersen-kolumne.de/2010/04/03/gefahr-us-hilfsprogramme-laufen-aus/
URLs in this post:
[1] Highflyer REPORT: http://www.highflyer-report.de
[2] hier klicken: http://www.highflyer-report.de/testabo.html
[3] : http://www.highflyer-report.de/testabo.html
[4] http://boersen-kolumne.de/feed/: http://boersen-kolumne.de/feed/
Klicken hier zum Drucken.