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Analyse EUR/USD: Griechenland und der Euro
Dieser Eintrag stammt von Highflyer-REPORT Am 23.2.2010 @ 20:21 In Devisen, Märkte & Strategie | Kommentarfunktion deaktiviert
Das Thema Griechenland beschäftigt den Euro gewaltig. Die Angst geht um, dass die Gemeinschaftswährung einen schwerwiegenden Schaden nehmen könnte.
Die Griechenland-Posse in der Kurzfassung: Griechenland wies in 2009 ein Haushaltsdefizit von weit mehr als 10 Prozent aufwies. Die Neuverschuldung betrug satte 12,7 Prozent des griechischen Gesamthaushaltes. Zur Erinnerung: Der Stabilitätspakt sieht nur 3 Prozent vor. Goldman Sachs half Griechenland offensichtlich über Jahre hinweg, den Stabilitätspakt zu umgehen. Über den Antrieb der Investmentbank darf trefflich diskutiert werden. Das Unverständnis des griechischen Finanzministers Papaconstantinou über die Empörung seiner europäischen Kollegen, ist durchaus verständlich, wussten sie doch bereits seit dem Sommer 2009 von den Problemen Griechenlands.
Die Risiken sind bekannt: Griechenland könnte nur der erste Staat in einer langen Reihe von Pleitefällen werden: Spanien, Portugal, Irland und möglicherweise Italien stehen schon “parat”. Kurzum: Das Vertrauen in die zweitwichtigste Reservewährung der Welt ist dahin.
Davon wiederum kann der US-Dollar profitieren. Das Kapital wird von Euro in US-Dollar umverteilt. Dass nun der US-Dollar selbst nicht gerade der Hort der Sicherheit ist, dürfte jedem mit Blick auf die Probleme der US-Wirtschaft klar sein. Mit der ihrer überraschenden Anhebung des Diskontsatzes von 0,5 % auf 0,75 % versetzte de FED dem Euro einen weiteren Tiefschlag. Der Diskontsatz ist nicht mit dem Leitzinssatz zu verwechseln. Der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der FED direkt Geld leihen können.

Das Timing dieser FED-Aktion überrascht dann doch. Die ersten sehen bereits das Ende der lockeren Geldpolitik eingeläutet. Nun, so weit möchten wir nicht gehen. Die Anhebung des Diskontsatzes liefert nun all denjenigen wieder neue Munition, die auf einen starken US-Dollar wetten. Gerade bei Euro/USD wird munter drauf los spekuliert. Der Euro ist aufgrund der ganzen Griechenlanddebatte ohne Zweifel angeknackst. Doch die Spekulation gegen den Euro hat ein Ausmaß angenommen, dass eine baldige Erholung wahrscheinlich macht. Ein erstes Ziel sehen wir bei 1,42. Anleger sollten aber vorsichtig agieren, denn noch zeigt der Trend lupenrein abwärts.
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