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Die Masse verliert
Dieser Eintrag stammt von Highflyer-REPORT Am 19.1.2010 @ 15:00 In Aktien, Märkte & Strategie | Kommentarfunktion deaktiviert
Anleger und Trader haben in den letzten zwei Jahren ein extrem schwieriges Umfeld vorgefunden. Mitte 2007 schien die Welt für Aktieninvestoren noch absolut in Ordnung zu sein. Doch aus heiterem Himmel zerplatzten alle Träume von der heilen Welt mit jährlich wiederkehrenden zweistelligen Kursgewinnen. Es folgte einer der schlimmsten Börseneinbrüche der letzten Jahrzehnte. Alles schien anders als sonst. Die Märkte brachen dieses Mal nicht nur in einzelnen Regionen stark ein (wie z.B. in Japan beim Nikkei-Crash oder während der Asien- und Russlandkrise) sondern wurden weltweit in die Tiefe gerissen. Und: Alle Assetklassen wurden gleichzeitig verkauft. Egal ob Aktien, Immobilien, Rohstoffe oder Anleihen – überall fielen die Preise dramatisch.
Wen wundert es da, dass der Großteil der Akteure von der Gewalt dieser Kurseinbrüche komplett überrascht wurde und erhebliche Verluste erleiden musste. Viele von ihnen sind auch heute noch traumatisiert, verängstigt und verschüchtert. So kam es, dass ein Großteil der Anleger den Wiedereinstieg in die Märkte im Frühjahr 2009 verpasst hat. Wahrscheinlich sind es die gleichen Investoren, die nach dem Crash von 2007 und 2008 viel zu spät verkauft haben. Vielleicht haben sie dies sogar erst Anfang 2009 getan, als der Markt noch einmal einen starken Ausverkauf sah. Genau diese Anleger sorgen jetzt dafür, dass der Anstieg seit März 2009 der historisch betrachtet wohl kräftigste Kursanstieg nach einem Crash ist.
Die Kursbewegungen der letzten zwei Jahre waren enorm. Einige Anleger konnten hier hohe Profite erzielen, die Masse jedoch hat (immer noch) große Verluste zu beklagen. Der wesentliche Unterschied beider Gruppen liegt darin, dass die Einen diszipliniert nach festen Regeln handeln wohingegen die Anderen im Gefühlstaumel zwischen Gier und Angst ein Spielball der Marktkräfte sind. Wenn Sie langfristig zu den Gewinnern gehören wollen, sollten Sie so früh wie möglich Regeln für Ihr Handeln definieren, die nicht von alltäglichen Emotionen beeinflusst werden.
Fazit: Das Musterdepot des Highflyer REPORT führen wir, als Redaktion, nach klaren rationalen Kriterien. Dabei spielen Themen, wie Investitionsquote, Risikomanagement oder Absicherungsstrategien eine tragende Rolle. Und der Erfolg gibt uns recht. Im Jahr 2008 waren wir nur sehr vorsichtig investiert und waren vor allem auf Risikobegrenzung fokussiert. Im Ergebnis hat unser Depot in der Zeit, wo der Deutsche Aktienindex über 40 Prozent verloren hat, nur geringe Verluste erlitten. Diese Verluste hatten wir im Jahr 2009 bereits nach wenigen Wochen wieder ausgeglichen. Im März 2009 erkannten wir dann punktgenau die Wende am Aktienmarkt und fuhren unsere Investitionsquote im Musterdepot entsprechend stark nach oben. Diese strategische Vorgehensweise hat zur Folge, dass unser Musterdepot seit seinem Start am 1. Januar 2008 per Ende 2009 etwa 30 Prozent im Plus liegt. Zum Vergleich: der DAX verzeichnete im selben Zeitraum ungefähr 26 Prozent Wertverlust.

Übrigens: Damit Sie jederzeit die Handlungen der Redaktion nachvollziehen können und zu gleichen Konditionen handeln, werden alle Transaktionen einen Tag vorab angekündigt.
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